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C1.2 Einträge von Säurebildnern und Stickstoff

Hintergrund

Insbesondere natürlicherweise nährstoffarme und nur extensiv bewirtschaftete Ökosysteme in der Rhön können durch den Eintrag versauernder und eutrophierender Substanzen auf dem Luftweg gefährdet werden.

Datenlage und Informationen

Datenhalter:
BY: LfU, LWF
HE: HLUG, Hessen Forst FENA
TH: TLWJF
Datenquelle:
BY: Depositions-
messnetz und Dauerbeobachtungs-
stationen
BY: Waldklimastationen (Level II)
HE: Level II-Stationen
TH: Waldmessstationen
Datenlücken:
nur eingeschränkt vergleichbare Jahresreihen, keine ausreichende Messnetzdichte zur Dateninterpolation
Datenhalter, Datenquelle, Datenlücken:
Querverweis auf Kap. C11.1 Kap. C11.1

Situation und Entwicklung

Säureeinträge

Der Gesamtsäureeintrag wird aus der (gewichteten) Summe der Nitrat-, Ammonium- und Sulfateinträge berechnet.
Abnahme des Gesamt­
säureeintrags seit Beginn der Messungen, ab ca. Mitte der 1990er Jahre kaum mehr weitere Reduzierung
höheres Eintragsniveau an den Bestandsmessstellen
deutlicher Rückgang des Säureeintrags von den 1980er Jahren bis Anfang der 1990er insbesondere aufgrund von Reduzierung des Sulfateintrags
Stickstoff auch in der Rhön heute der wichtigste Säurebildner

Stickstoffeinträge

Der Gesamtstickstoffeintrag wird als Summe des Nitrat- und Ammoniumstickstoffs ermittelt.
Stickstoffeinträge gehen seit Mitte der 1990er Jahre nicht mehr erkennbar zurück.
Abb. 47: Gesamtstickstoffeinträge (gemittelt über die jeweiligen Jahre mit echten Ganzjahresmessung) im Vergleich zum verkürzten Probenahmezeitraum April bis November
Abb. 47: Gesamtstickstoffeinträge (gemittelt über die jeweiligen Jahre mit echten Ganzjahresmessung) im Vergleich zum verkürzten Probenahmezeitraum April bis November

Bewertung

Critical Loads

Kritische Eintragsraten („Critical Loads“) für Stickstoff sind so definiert, dass unterhalb dieser Eintragsrate nach dem heutigen Stand des Wissens keine schädlichen Auswirkungen auf empfindliche Ökosysteme auftreten.
Hinweise auf Überschreitung der kritischen Gesamtstickstoffeinträge in den Wäldern
Situation in den Offenlandökosystemen entspannter

Entwicklung der Zielarten stickstoffempfindlicher Ökosysteme:
Querverweis auf Kap. C8.2.1 Kap. C8.2.1
Querverweis auf Kap. C8.2.1 Kap. C8.2.1
Kritische Belastungsgrenzen werden an den Bestandsmessstellen im Biosphärenreservat überschritten.

Grenzwert für NOx zum Schutz der Vegetation

Einhaltung des EU-Grenzwerts für NOx
Entwicklung der Jahresmittelwerte von NO2:
Querverweis auf Kap. C11.2, Abb. 149 Kap. C11.2, Abb. 149

Aktivitäten und Handlungsbedarf

Reduktion der Emissionen insbesondere aus dem Verkehr erforderlich
 
Waldumbau:
Querverweis auf Kap. B4.1 Kap. B4.1
Querverweis auf Kap. C1.3 Kap. C1.3

Im Überblick

Niveau von Stickstoff- und Säureeinträgen in der Rhön etwas niedriger als im Landes- oder Bundesschnitt
aktueller Rückgang stark abgeschwächt bzw. nicht mehr erkennbar
Kritische Belastungsgrenzen für Stickstoffeintrag werden z.T. überschritten.
NOx-Grenzwert auf der Wasserkuppe eingehalten
[iii] Beschluss der 62. Umweltministerkonferenz
[iv] Umweltindikatoren Bayern: http://www.lfu.bayern.de/themenuebergreifend/fachinformationen/ umweltindikatoren/indikatorenliste/detail_indikatoren.php?id=9&sub=2#2
[v] Deutscher Bundestag 2006: Waldzustandbericht 2005 - Ergebnisse des forstlichen Umweltmonitorings. Bundestagsdrucksache 16/493, Berlin.
http://dip.bundestag.de/btd/16/004/1600493.pdf (Abruf: 23.10.2006)
[vi] www.icpmapping.org/ (Abruf: 15.11.2006)
http://www.icpmapping.org/pub/manual_2004/mapman_5_2.pdf (Abruf: 15.11.2006)
[vii] Spranger T., Lorenz U., Gregor H.-D. 2004: Manual on methodologies and criteria for Modelling and Mapping Critical Loads & Levels and Air Pollution Effects, Risks and Trends. UBA-Texte 52/2004. Dessau.
[viii] Deutscher Bundestag 2006: a.a.O.
[ix] BMU – Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit 1999: Umwelt, eine Information des Bundesumweltministeriums. Nr. 3/1999, Berlin: 125-126.
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