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C1.1 Emissionen von Nährstoffen und Säurebildnern

Hintergrund

Einträge eutrophierender und versauernder Substanzen über die Luft sind wichtigster Eintragspfad in nicht oder nur sehr extensiv landwirtschaftlich genutzte Ökosysteme.

Datenlage und Informationen

Datenhalter:
BY: LfU
HE: HLUG
Datenquelle:
Emissionskataster Bayern,
räumlich: 2 x 2 km-Raster
zeitlich: 1996 und 2000
Emissionskataster Hessen,
räumlich: 2 x 2 km-Raster
zeitlich: verschiedene Jahre
Datenlücken:
Thüringen: keine Daten übergeben
Datenhalter:
TH: TLL
Datenquelle:
Umweltverträglichkeits-
analysen im Rahmen von KUL
räumlich: 4 Betriebe
zeitlich: 1999, 2001, 2004 Datenlücken:
keine
Datenhalter:
TH: TLL
Datenquelle:
Betriebliche Kontrollen zur Erstellung der Nährstoffbilanz
räumlich: Einzelbetriebe
zeitlich: 1997 - 2005 Datenlücken:
keine
 

Situation und Entwicklung

Emissionen von Stickstoffverbindungen

Verkehr ist Hauptemittent von Stickstoffoxiden.Foto C1 02
Foto: http://www.dw-world.de/dw/article/ 0,,1301090,00.html
Im bayerischen und hessischen Teil des Biosphärenreservats stammen mehr als 85 % der nicht biogenen NO2- bzw. NOx-Emissionen aus dem Verkehr.
NO2-Emissionen aus dem Straßenverkehr:
Querverweis auf Kap. B7, Abb. 29Kap. B7, Abb. 29
Im bayerischen Teil des Biosphärenreservats wird pro Kopf mehr NO2 emittiert als im bayerischen Durchschnitt, im hessischen Teil ist es etwas weniger als im hessischen Schnitt.
Landwirtschaftliche Viehhaltung und Ausbringung organischer Dünger sind Hauptverursacher von Ammoniakemissionen.
im Durchschnitt niedriges Düngeniveau im Biosphärenreservat
Agrarumwelt- und Vertragsnaturschutz-
programme:
Querverweis auf Kap. B3.2Kap. B3.2
Stickstoff-Saldo entscheidet über Umfang der Stickstoff-Auswaschung.
Landwirtschaftliche Nutzung ist mit unvermeidbaren Stickstoff-Verlusten verbunden. Diese können durch sorgfältigen Umgang vom Landwirt in Grenzen gehalten werden.
Der N-Saldo berechnet sich zumeist aus den folgenden Größen:
Stickstoffzugang:
  • Stickstoff aus der Tierhaltung
  • Zukauf von organischen Düngern
  • Zukauf von Mineraldünger
  • N-Bindung durch Leguminosen
Stickstoffabgang:
  • abgefahrene Ernteprodukte von Grünland und Acker
  • gasförmige Verluste in Form von Ammoniak und Lachgas
  • Verkauf von organischem Dünger
N-Saldi bewegen sich in den untersuchten Betrieben im Toleranzbereich.
Düngemanagement der Landwirte in der Thüringer Rhön ist grundsätzlich geeignet, die Anforderungen der novellierten Düngeverordnung zu erfüllen.

Emissionen von Schwefeldioxid (SO2)

Hauptemittent von SO2 sind Kleinfeuerungsanlagen ...
... im bayerischen und hessischen Teil stammen mehr als 85 % der SO2-Emissionen aus nicht genehmigungsbedürftigen Feuerungsanlagen.
Im bayerischen und hessischen Teil wird insgesamt pro Kopf weniger SO2
emittiert als im jeweiligen Landesdurchschnitt.

Bewertung

Bewertende Aussagen auf der bestehenden Datengrundlage nur sehr eingeschränkt möglich
Emissionshöchstmengen sind inzwischen gesetzlich fixiert worden. Regionsspezifische Umrechnungen sind aber nicht möglich.
insgesamt geringes Düngeniveau

Aktivitäten und Handlungsbedarf

bislang keine spezifischen Maßnahmen zur Emissionsminderung im Biosphärenreservat unternommen
Maßnahmen zur Minderung des Verkehrsaufkommens wären Hauptansatzpunkt für die Emissionsminderung.
Maßnahmen zur Reduzierung des Verkehrsaufkommens:
Querverweis auf Kap. B7Kap. B7

Im Überblick

Verkehr und Kleinemittenten bestimmen das Emissionsgeschehen im Biosphärenreservat.
Lokale oder regionale Einflussnahme auf das Emissionsgeschehen ist beschränkt.
[i] Eckert H., Breitschuh G., Sauerbeck D. 1999: Kriterien umweltverträglicher Landbewirtschaftung (KUL) - ein Verfahren zur ökologischen Bewertung von Landwirtschaftsbetrieben. Agribiological Research 52 (1): 57-76
 
Breitschuh G., Eckert H., Kuhaupt H., Gernand U., Sauerbeck D., Roth S. 2000: Erarbeitung von Beurteilungskriterien und Messparametern für nutzungsbezogene Bodenqualitätsziele - Anpassung und Anwendung von Kriterien zur Bewertung nutzungsbedingter Bodengefährdungen (4 Anlagen) Texte 50-00: 1-130.
[ii] Emissionskataster Bayern und Hessen 2000 und Daten der Landesstatistik
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