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B9.2 Abwasser

Hintergrund

im thüringischen Teil der Rhön Voraussetzungen gegenüber dem hessischen und bayerischen Teil sehr verschieden

Datenlage und Informationen

Datenhalter:
BY: WWA Bad Kissingen
HE: HLUG
TH: TLUG
Datenquelle:
Geographische Informationssysteme der Wasserwirtschaft
räumlich: Punktdaten
zeitlich: Stand 2004 bis 2006
Datenlücken:
keine

Situation und Entwicklung

Abwasserreinigung im Biosphärenreservat - Bestand

seit den 1990er Jahren erhebliche Verbesserungen bei der Abwasserreinigung
Verbesserung der biologischen Gewässergüte:
Querverweis auf Kap. C5.1 Kap. C5.1
Kleinere Anlagen dominieren.
Für kleine Anlagen sind Anforderungen an die Eliminierung von Nährstoffen geringer.
Klärschlamm:
Querverweis auf Kap. C2.1 Kap. C2.1

Mischwassereinleitung

    Abb. 33: Kommunale Anlagen zur Abwasserreinigung - zum Vergrößern bitte anklicken
Abb. 33: Kommunale Anlagen zur Abwasserreinigung
Mischwasserzufluss ist Risiko für Einträge nicht ausreichend geklärten Abwassers in die Gewässer.
Ausbau der Rückhalte­volumen in Mischsystemen in der Thüringer Rhön notwendig

Spezielle Situation in Thüringen – Entwicklung seit 1991

im thüringischen Teil bis 1991 kaum zentrale Abwasserreinigung
 
Im thüringischen Teil sind nach wie vor weniger als ein Drittel der Bevölkerung an kommunale zentrale Kläranlagen angeschlossen.

Verbesserung der Gewässergüte durch Ausbau der Abwasserreinigung

Foto B9 03
Foto: Ralf Behr (WWA-KG)
Ein Blick auf die Gewässergütekarte des Jahres 1982 zeigt Schwerpunkte der Belastung in Oberelsbach, Oberwaldbehrungen, Bastheim und Rödles. Grund sind die als Erdbecken ausgestalteten provisorischen Kläranlagen.
Gering belastete Abschnitte gibt es nur an den Oberläufen von Els und Sonder. Der größte Teil der Els ist kritisch belastet. An den Nebengewässern fallen mehrere sehr stark verschmutzte Bereiche auf (Legende s. Tab. 39)
Erläuterungen der Gewässergüteklassen:
Querverweis auf Kap. C5.1, Tab. 69 Kap. C5.1, Tab. 69
Die Gütekarte von 1988 zeigt demgegenüber schon eine deutliche Verbesserung um bis zu zwei Gütestufen an einigen Gewässerabschnitten. Das Gewässersystem der Els ist überwiegend gering oder mäßig belastet und kommt damit dem Ziel des bayerischen Landesentwicklungsprogramms – Güteklasse II in allen Gewässern – schon sehr nahe.
Die Ortschaften Oberelsbach, Oberwaldbehrungen, Bastheim mit Simonshof sowie Frickenhausen sind nun an die Tropfkörperanlage des Abwasserzweckverbandes Elstal angeschlossen. Nur unterhalb Rödles gibt es noch verschmutzte Bachabschnitte.
Der Anschluss von Rödles an das zentrale Klärwerk bringt bis zur Gewässergütekarte Stand 1991 eine weitere Verbesserung in diesem Bereich. Els und Sonder sind nun fast vollständig als mäßig oder gering belastet eingestuft, nur unterhalb der Kläranlageneinleitung in Wechterswinkel zeigt sich noch eine kurze Strecke mit kritischer Belastung. Die abwassertechnischen Baumaßnahmen sind abgeschlossen.
Die Gewässergütekarte des Jahres 1993 zeigt eine geringfügige Verschlechterung in den Oberläufen von Els und Sonder, einige Abschnitte waren zum Zeitpunkt der Kartierung trocken. Das Ergebnis der Gewässergütekartierungen kann durchaus in Abhängigkeit von der Witterung und dem Monat der Kartierung um eine halbe Gütestufe schwanken.
Den für besiedelte Gebiete praktisch bestmöglichen Zustand hat die Els mit ihren Nebengewässern bei der Gewässergütekartierung 1996 erreicht: die Sonder ist durchgehend, die Els zur Hälfte ihrer Fließlänge als gering belastet eingestuft.
Tab. 39: Legende der Gewässergüteklassen

I

unbelastet bis sehr gering belastet

I-II

gering belastet

II

mäßig belastet

II-III

kritisch belastet

III

stark verschmutzt

III-IV

sehr stark verschmutzt

IV

übermäßig verschmutzt


Bewertung

deutliche Verbesserungen bei der Abwasserreinigung im thüringischen Teil des Biosphärenreservats erreicht
im bayerischen und hessischen Teil Ausbau von Kläranlagen weitgehend abgeschlossen

Aktivitäten und Handlungsbedarf

Abwasserbeseitigungs-
konzeptionen für die Thüringer Rhön sollen Situation weiter verbessern.

weiterer Ausbau von Mischwasserent-
lastungen zur weiteren Verbesserung in der bayerischen und hessischen Rhön

Veränderung des Niederschlags-
verhaltens:
Querverweis auf Kap. C10.1 Kap. C10.1

Im Überblick

In der bayerischen und hessischen Rhön werden Abwässer fast vollständig in kommunalen Anlagen gereinigt.
In der thüringischen Rhön sind trotz Verbesserungen weitere Anstrengungen notwendig.
[iv] Grebe & Bauernschmitt 1995: a.a.O.
[v] Rat der Europäischen Gemeinschaften 1991: Richtlinie 91/271/EWG des Rates vom 21. Mai 1991 über die Behandlung von kommunalem Abwasser
[vi] Grebe & Bauernschmitt 1995: a.a.O.
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