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B7 Verkehr

Begonnen mit den Wegen zu Schule und Arbeit über die tägliche Versorgung bis hin zu Fahrten für Erholung und Freizeit: viele unserer täglichen Aktivitäten sind nur mit einem Mindestmaß an Mobilität zu verwirklichen. In der Rhön ist eine ausreichende Mobilität zudem für Touristen und Tagesbesucher notwendig. In ländlich geprägten Gebieten wie der Rhön ist dabei oft das eigene Auto das Hauptverkehrsmittel. Öffentliche Verkehrsmittel können die differenzierte Verkehrsnachfrage zumeist nicht ausreichend decken.
Um im Biosphärenreservat die Ziele einer nachhaltigen Entwicklung im Verkehrssektor umzusetzen, sind eine an die Qualitäten des Landschaftsraums angepasste verkehrsinfrastrukturelle Anbindung und innere Erschließung gefordert. Gleichzeitig sind die Belastungen zu verringern, die vom Verkehr im privaten, gewerblichen und touristischen Bereich ausgehen[i].
Foto B7 01
Foto: Doris Pokorny©
In der Rhön wird allein die Strecke Fulda-Gersfeld noch durch den Bahnverkehr bedient, an anderen Bahnstrecken wird das Schienennetz z. T. zurückgebaut. Ein zwischen den Landkreisen und den einzelnen Verkehrsträgern abgestimmtes Angebot des Personennahverkehrs besteht, zumal außerhalb von Sonn- und Feiertagen in der Sommersaison, kaum.
Um eine ausreichende persönliche Mobilität sicherzustellen, ist die Rhöner Bevölkerung in hohem Maße auf das eigene Fahrzeug angewiesen, da nur das Straßennetz die Rhön in der Fläche erschließt. Bestand und Zunahme des Motorisierungsgrades sind bundesweit überdurchschnittlich.
Das Verkehrsaufkommen auf den Straße in der Rhön ist insgesamt unterdurchschnittlich, dennoch können auf den Zubringerstraßen zur BAB A7 oder auf Straßenverbindungen, welche die Rhön queren, lokal starke Belastungen auftreten.

Hintergrund

Verkehr ist Ursache vielfältiger Umweltbelastungen.
Emissionen von CO2:
Querverweis auf Kap. C10.1 Kap. C10.1

Datenlage und Informationen

Datenhalter:
BY: SBA Schweinfurt
HE: ASV Fulda
TH: SBA Südthüringen
Datenquelle:
Straßenverkehrszählungen
räumlich: Bundes-, Landes-, Staats-, Kreisstraßen
zeitlich: 5-jährliche Erhebungen (1995, 2000, 2005)
Datenlücken:
keine Angaben zu Kreisstraßen in Hessen 2005
keine Zählung an Kreisstraßen in Thüringen
keine zeitlich differenzierten Daten für Bayern, Thüringen
inhaltliche Differenzierung flächendeckend nur nach Gesamt- und Schwerverkehr möglich
Die durchschnittliche tägliche Verkehrsstärke (DTV) gibt die Zahl der Kfz in beiden Richtungen an, die im Durchschnitt einen Straßenabschnitt in 24 Stunden durchfahren [Kfz / 24 h].
Datenhalter:
Statistische Ämter des Bundes und der Länder
Datenquelle:
Atlas zur Regionalstatistik
räumlich: Landkreise
zeitlich: 1996, 2000, 2002-2005
Datenlücken:
keine
Abb. 25: Straßeninfrastruktur und Zählpunkte der Straßenverkehrszählung 2005 in der Rhön - zum Vergrößern bitte anklicken"
Abb. 25: Straßeninfrastruktur und Zählpunkte der Straßenverkehrszählung 2005 in der Rhön

Situation und Entwicklung

Infrastruktur

gute Erreichbarkeit über das Autobahnnetz
durchgängige Bundesstraßen vor allem von Nord nach Süd, weniger in Ost-West-Richtung

Aus- und Neubau der Straßenverbindung Fulda-Meiningen

Rhönquerung aktuell im Raumordnungsverfahren
Die Bündelung des Verkehrs führt einerseits zu Entlastungen, andererseits werden punktuell aber auch neue Belastungen prognostiziert.
umweltfachliche Untersuchungen
 
Natura 2000-Gebiete:
Querverweis auf Kap. B12.1 Kap. B12.1
Trotz eines hohen Maßes an Konfliktvermeidung entstehen Eingriffe in Natur und Landschaft
Landschaftszer-
schneidung:
Querverweis auf Kap. C7.2 Kap. C7.2

Fernverkehrsstrecken der Bahn im Norden und Westen, geringerer Ausbaugrad im Süden und Osten
Fulda-Gersfeld einzige Bahnverbindung ins Biosphärenreservat
Linienverkehr mit Bussen weitgehend landkreisbezogen organisiert
In den Sommermonaten ergänzen tourismusbezogene Angebote den Linienverkehr.
Fahrrad
Radwegenetz:
Querverweis auf Kap. B5.1 Kap. B5.1

Straßenverkehr

hoher Motorisierungsgrad im ländlichen Raum
Verkehrsmengen insgesamt unterdurchschnittlich im Vergleich zu den jeweiligen Landeswerten
Lokal treten dennoch hohe Belastungen auf.
teilweise überdurchschnittliche Belastungen durch den Schwerverkehr

Umweltwirkungen des Straßenverkehrs: Beispiel NO2

Verkehrssektor Hauptverursacher für Stickstoffoxid-Emissionen in der bayerischen Rhön
 
In der bayerischen Rhön gehen ca. 85 % der Stickstoffoxid-Emissionen auf das Konto des Verkehrssektors. An den stark befahrenen Straßenabschnitten im Biosphärenreservat sind die Emissionen entsprechend hoch.
 
Für einen Großteil der verkehrsbedingten Stickstoffoxid-Emissionen ist der Verkehr auf der stark befahrenen Autobahn A7 und der vom Schwerverkehr stark genutzten B279 verantwortlich. Trotz der starken räumlichen Konzentration der Emissionen in diesen Bereichen sollte nicht außer Acht gelassen werden, dass die Auswirkungen auch Bereiche fernab der Emissionsquellen betreffen können, denn Stickstoffoxide können über den Luftweg weiträumig transportiert und verteilt werden.
Der Großteil des Verkehrs auf den stark genutzten Straßen hat Ziel und Quelle außerhalb des Biosphärenreservats. Die positiven Leistungen des Verkehrs, d. h. der Transport von Gütern und Personen, kommen der Rhön und ihren Bewohnern daher nur in geringem Umfang zugute. Situation und Entwicklung sind vor allem von Faktoren außerhalb der Rhön abhängig und entziehen sich in großen Teilen den regionalen Einflussmöglichkeiten.
Emissionen von Stickstoffverbindungen:
Querverweis auf Kap. C1.1 Kap. C1.1

Bewertung

Geringe Attraktivität der öffentlichen Verkehrsmittel macht das eigene Fahrzeug zu wichtigstem Verkehrsmittel.
Stillegung und Rückbau von Bahnstrecken
Foto B7 02 Foto: Karl-Friedrich Abe, ©thüringische Biosphärenreservatsverwaltung
Trotz des im Vergleich zum jeweiligen Landesdurchschnitt niedrigeren Straßenverkehrs-
aufkommens können lokal starke Belastungen auftreten.

Aktivitäten und Handlungsbedarf

stärkere Abstimmung im Bereich des ÖPNV
Stärkung der ÖPNV-Angebote für Erholung und Freizeit

Im Überblick

In der Fläche ist die Rhön nur durch die Straße erschlossen. Der Schienenverkehr beschränkt sich auf die Strecke Fulda- Gersfeld, länderübergreifende Busverbindungen gibt es kaum.
Rhöner Bevölkerung ist stark auf das eigene Fahrzeug angewiesen.
Das Verkehrsaufkommen auf der Straße ist insgesamt unterdurchschnittlich, dennoch können lokal starke Belastungen auftreten.
[i] Grebe R. & Bauernschmitt G. 1995: Biosphärenreservat Rhön - Rahmenkonzept für Schutz, Pflege und Entwicklung. Radebeul.
[ii] SSP Consult Beratende Ingenieure GmbH, Kessel+Partner, plan co & OMB - Beratung Planung Bauleitung 2007: Verkehrsuntersuchung - B87n Straßenverbindung zwischen den Räumen Fulda und Meiningen in Hessen und Thüringen Abschnitte 1-3 (Gesamtvorhaben) – Voruntersuchung. Unveröffentlichtes Gutachten im Auftrag des Amts für Straßen- und Verkehrswesen Fulda - Projektgruppe 4 Planung Bundes- / Landesstraßen und der DEGES – Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH.
[iii] http://www.fuldainfo.de/page/include.php?path=content/articles.php
&contentid=12492&PHPKITSID=7a601ea509f1df01a1a9b810e3060685 (Abruf: 03.08.2007)
[iv] Amt für Straßen- und Verkehrswesen Fulda - Projektgruppe 4 Planung Bundes- / Landesstraßen & DEGES – Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH 2007: Erläuterungsbericht - B 87n - Straßenverbindung zwischen den Räumen Fulda und Meiningen / Abschnitt 2 (Rhönquerung). Unterlage 1 des Antrags zum Raumordnungsverfahren.
SSP Consult Beratende Ingenieure GmbH, Kessel+Partner, plan co & OMB - Beratung Planung Bauleitung 2007: a.a.O. Unterlage 15 des Antrags zum Raumordnungsverfahren, Kap. 12 Verkehrsbelastungen im Planfall 2020.
[v] SSP Consult Beratende Ingenieure GmbH, Kessel+Partner, plan co & OMB - Beratung Planung Bauleitung 2007: a.a.O: Unterlage 15 des Antrags zum Raumordnungsverfahren, Kap. 16 Vorschlagslinie für Raumordnungsverfahren.
[vi] IPU – Ingenieurbüro für Planung und Umwelt, Bosch & Partner GmbH & BÖF – Büro für angewandte Ökologie und Forstplanung 2007: Umweltverträglichkeitsstudie - B87n Straßenverbindung zwischen den Räumen Fulda und Meiningen in Hessen und Thüringen Abschnitt 2 (Rhönquerung). Unveröffentlichtes Gutachten im Auftrag des Amts für Straßen- und Verkehrswesen Fulda - Projektgruppe 4 Planung Bundes- / Landesstraßen und der DEGES – Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH. Unterlage 12.2.8 des Antrags zum Raumordnungsverfahren, Kap. 1 Hauptvergleich im Abschnitt II – Rhönquerung.
[vii] http://de.wikipedia.org/wiki/Feldabahn (Abruf: 21.06.2007)
http://de.wikipedia.org/wiki/Sinntalbahn (Abruf: 21.06.2007)
[viii] http://www.db.de/site/bahn/de/geschaefte/infrastruktur__schiene/netz/
netzzugang/snb2008/anlagen__snb__2008.html (Abruf: 22.06.2007)
[ix] http://www.rhoen-saale.net/lis/app1/LKRhoengrabfeld/oepnv/bahn/12815.pdf (Abruf: 03.08.2007)
[x] http://www.env-it.de/umweltdaten/public/theme.do?nodeIdent=2332 (Abruf: 22.06.2007)
[xi] Grebe R. & Bauernschmitt G. 1995: a.a.O.
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