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B6 Siedlung

Die Siedlungsstruktur in der Rhön charakterisiert sich durch eine Ansammlung von kleinen Dörfern, Weilern und Streusiedlungen. Die größeren Siedlungen liegen insbesondere am Rande des Biosphärenreservats, während der Kern des Gebiets, die Hohe Rhön, nahezu siedlungsfrei bzw. nur sehr dünn besiedelt ist. Die Siedlungsstrukturen, die Größe und Verteilung der Dörfer und kleinen Städte im Biosphärenreservat sind Bestandteil der gewachsenen Landschaft. Ziel ist, ihre regionaltypischen Eigenheiten und die Einbindung der Siedlungen in die Landschaft zu erhalten. Daher soll sich die Ausweisung von Bauflächen überwiegend an den Ansprüchen des örtlichen Bedarfs orientieren und im Einklang mit der Landschaft erfolgen.[i]
Foto B6 01
Foto: Karl-Friedrich Abe (Thüringische Biosphärenreservatsverwaltung)
Insbesondere in den fränkischen Realteilungsgebieten sind die Voraussetzungen für eine flächensparende Siedlungsentwicklung ungünstig. Wohnraum wurde in den letzten Jahren überwiegend in den dörflichen Außenbereichen und weniger durch Innenentwicklung geschaffen.
Trotz eines Bevölkerungsrückgangs in weiten Teilen des Biosphärenreservats nimmt die Wohnfläche von einem hohen Niveau aus stärker zu als im jeweiligen Landesdurchschnitt. Zusätzlich wird der Bedarf an Wohnraum vor allem durch die Inanspruchnahme neuer Flächen gedeckt.
Die für Gewerbe und Industrie genutzte Fläche nimmt stark und im Landesvergleich überdurchschnittlich zu. Der Trend zur Ansiedlung von Gewerbebetrieben auf der Ągrünen Wiese“ ist auch im Biosphärenreservat ausgeprägt.
[i] Grebe R. & Bauernschmitt G. 1995: Biosphärenreservat Rhön - Rahmenkonzept für Schutz, Pflege und Entwicklung. Radebeul.
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