InhaltA EinführungB Akteure & NutzungenC UmweltthemenD DatenverfügbarkeitE In KürzeLesehilfe

B5.1 Tourismus

Hintergrund

die Rhön – traditionelle Urlaubsregion im Herzen Deutschlands
Bedeutung der Wirtschaftssektoren:
Querverweis auf Kap. B2 Kap. B2

Datenlage und Informationen

Datenhalter:
Statistische Landesämter
Datenquelle:
Tourismusstatistik
BY:
räumlich: Gemeindeebene, unvollständig
zeitlich: 1991-2004
HE:
räumlich: Gemeindeebene
zeitlich: 1991, 1997-2004
TH:
Nur wenige Datensätze vorhanden
Datenlücken:
z. T. sehr unvollständige Datensätze, für Thüringen nahezu keine auswertbaren Datensätze, Daten nur für den Beherbergungs-
bereich und hier nur für Betriebe mit mehr als acht Betten,
keine Daten zum Tagestourismus
Daten zum Verkehrsaufkommen:
Querverweis auf Kap. B7 Kap. B7

Situation und Entwicklung

Touristische Nachfrage

in ganz Deutschland Trend zu häufigeren und kürzeren Urlaubsreisen
1,7 Millionen Übernachtungen in der Rhön in 2001
hessische Rhön:
sinkende Nachfrage, mehr Kurzurlaube
Bayerische Rhön:
Sondersituation Bad Brückenau
Deutlicher Rückgang der Kurgäste infolge der neuen bundesweiten Regelungen in der Gesundheitspolitik kann auch durch neue Trends zum Gesundheitstourismus nicht aufgefangen werden.

Touristisches Angebot

Die Tourismusintensität (s. Abb. 21) beschreibt die Anzahl der touristischen Betten pro Einwohner. Sie wird häufig verwendet, um den Umfang des touristischen Angebots zu quantifizieren.
Gemeinden mit einer Tourismusintensität von > 1 gelten üblicherweise als stark vom Tourismus geprägt.
Abb. 21: Tourismusintensität - 2001 - zum Vergrößern bitte anklicken
Abb. 21: Tourismusintensität - 2001
Angebot touristischer Betten im bayerischen und angedeutet auch im thüringischen Teil stabil, leichter Rückgang im hessischen Teils
touristisches Angebot auf den zentralen Bereich um die Hohe Rhön konzentriert
hohe Bedeutung von Kleinbetrieben und Privatunterkünften

Schonende Erholungsnutzung

seit den 1980erJahren gezielte Bemühungen zur naturverträglichen Ausgestaltung der Freizeitnutzung
Flugsport: für viele sensible Bereiche Nutzungs-
beschränkungen von Luftsportaktivitäten vereinbart
Wintersport: länderübergreifendes Wintersportkonzept erarbeitet und weitgehend umgesetzt
Radsport: Radwegenetz kontinuierlich ausgebaut, Routenkonzept für Mountainbiker erstellt
 
Routenkonzept für Mountainbiker
Reiten: Konzept für den Reitwegetourismus im thüringischen Teil erstellt

Informationszentren des Biosphärenreservats

Infoeinrichtungen des Biosphärenreservats:
220.000 Besucher im Jahr 2005
bayerischer Teil:
Haus der Schwarzen
Berge,
Haus der Langen Rhön


Foto: Bayerische Biosphärenreservats-
verwaltung©
hessischer Teil:
Groenhoff-Haus
Haus am Roten Moor
thüringischer Teil:
Haus auf der Grenze / Point Alpha
Propstei Zella
Publikumsmagnete: Groenhoff-Haus und Haus auf der Grenze
/ Point Alpha
ca. 24.000 Besucher bei über 600 Veranstaltungen

Bewertung

hohe Bedeutung des Tourismus für die regionale Wertschöpfung
Begriff Biosphärenreservat positiv besetzt
bisher keine stimulierende Wirkung des Biosphären-
reservats auf den Beherbergungssektor erkennbar
nur geringe Nutzung von regionalen und nationalen Qualitäts- und Umweltsiegeln im Beherbergungsbereich
zertifizierte Betriebe:
Querverweis auf Kap. B5.2 Kap. B5.2
rege Nachfrage nach Veranstaltungen des Biosphärenreservats und in Informationszentren

Aktivitäten und Handlungsbedarf

Prädikat UNESCO-Biosphärenreservat soll von der Tourismuswirtschaft stärker genutzt werden.
verbesserte Zusammenarbeit zwischen Tourismuswirtschaft und Biosphärenreservat notwendig

Im Überblick

hohe wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus trotz sinkender touristischer Nachfrage und mehr Kurzurlaubern
Positiv besetzter Begriff Biosphärenreservat birgt unausgeschöpfte Potenziale für die Tourismuswirtschaft.
Zahlreiche Konzepte zur naturverträglichen Ausgestaltung der Freizeitnutzungen wurden umgesetzt.
Bei Veranstaltungen und in Informationszentren kann über Ziele und Projekte des Biosphären­reservats informiert werden.
[i] TMLNU – Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt, StMUGV – Bayerisches Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz, HMULV – Hessisches Ministerium für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherschutz 2003: Bericht zur Überprüfung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön. Berichtszeitraum: 1991-2003. Unveröffentlicht.
[ii] Grebe R. & Bauernschmitt G. 1995: Biosphärenreservat Rhön - Rahmenkonzept für Schutz, Pflege und Entwicklung. Radebeul.
[iii] EEA – European Environment Agency 2003: Europe's environment - The third assessment. EEA Environmental assessment report N° 10, Kopenhagen. http://reports.eea.europa.eu/environmental_assessment_report_2003_10/en/tab_content_RLR (loaded: 19.06.2006)
 
DTV – Deutscher Tourismusverband 2002: 100 Jahre DTV - Die Entwicklung des Tourismus in Deutschland 1902–2002.
http://www.deutschertourismusverband.de/content/files/100_jahre_dtv.pdf (Abruf: 08.09.2006)
[iv] Freizeit-Forschungsinstitut 2006: 22. Deutsche Tourismusanalyse.
http://www.bat.de/OneWeb/sites/BAT_677KXQ.nsf/vwPagesWebLive/
F3B51FA239F1AC5A4125710E0047D9B2?opendocument&SID=A4016860BBD10AD9057389768A4F48C3&DTC=&TMP=1
(Abruf: 08.09.2006)
[v] DTV – Deutscher Tourismusverband 2006: Zahlen Daten Fakten – Tourismus in Deutschland 2005. http://www.deutschertourismusverband.de/content/files/zdf2005.pdf (Abruf: 08.09.2006)

DTV – Deutscher Tourismusverband 2002: a.a.O.
[vi] TMLNU, StMUGV, HMULV 2003: a.a.O.
[vii] http://www.baederlandbayerischerhoen.de/5Baeder/start.php (Abruf: 10.11.06)
[viii] Grebe R. & Bauernschmitt G. (Bearb.) 1995: a.a.O.
[ix] Schmitz-Veltin A. 2003: Biosphärenreservate und Tourismus. Die wirtschaftliche Bedeutung des Fremdenverkehrs in der Rhön. Diplomarbeit an der Universität Mannheim, Geographisches Institut. Unveröffentlicht.
[x] Schmitz-Veltin A. 2003: a.a.O.
[xi] Schmitz-Veltin A. 2003: a.a.O.
[xii] Schmitz-Veltin A. 2003: a.a.O.
[xiii] Schmitz-Veltin A. 2003: a.a.O.
     Seitenanfang ↑         Weiterlesen →

Projektbeteiligte

Impressum            Kapitel als PDF-Dokument