B4 Wald und Forstwirtschaft
Dem Leitbild der Forstwirtschaft im Biosphärenreservat gemäß
sind alle Wälder – mit Ausnahme der rechtlich gesicherten Naturwaldreservate –
naturnah zu bewirtschaften. Im Vordergrund der forstlichen Bemühungen steht die
Umwandlung von Waldflächen mit nicht naturnaher Waldbestockung, die einen Anteil
von über 50 % einnehmen, in laubbaumreiche gebietsheimische Mischbestände.
Die Waldfläche soll sich jedoch im Biosphärenreservat, mit dem Ziel, den Charakter
des „Lands der offenen Fernen“ zu erhalten, nicht weiter ausdehnen.
Die Wälder in der Rhön haben bedeutende Funktion als „Holzlieferant“.
In den Wäldern des Biosphärenreservats können und sollten die Nutzungspotenziale
nachhaltig ausgeschöpft werden. Zusätzlich nehmen die Wälder umfangreiche Wohlfahrtsfunktionen
wahr. Dazu gehören der Schutz des Bodens und des Trinkwassers, die Stabilisierung
des Wasserhaushalts, die Begünstigung des örtlichen Klimas, die Sicherung von
Lebensräumen für Tiere und Pflanzen und die Bereitstellung von attraktiven Orten
für die Erholung des Menschen.
Foto: Leonhard Steinacker (LWF)
Die Waldfläche war in den letzten 10 Jahren stabil.
Durch Aufforstungen hat sich der Wald in den letzen 10 Jahren um nur 0,1 bis 0,5 %
ausgedehnt.
In nahezu der Hälfte aller Wälder dominieren noch immer
gebietsfremde Nadelbäume. Der Anteil der heimischen Laubbäume nimmt jedoch enorm
zu.
Die aktuelle Holznutzung bleibt hinter dem Zuwachs
zurück. Bestehende Nutzungspotenziale werden nicht ausgeschöpft.