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B4.2 Wirtschaftliche Optionen der Forstwirtschaft

Hintergrund

Wald im Biosphärenreservat muss neben der Erfüllung von Schutz- und Erhaltungs-
funktionen auch der Holzerzeugung dienen.

Naturwaldreservate und Wälder in den Kernzonen:
Querverweis auf Kap. B12.1 Kap. B12.1

Energieholz:
Querverweis auf Kap. B8 Kap. B8

Datenlage und Informationen

Datenhalter:
HE, TH: Forstämter
BY: Amt für Landwirtschaft und Forsten Bad Neustadt
Datenquelle:
Interviews
räumlich: Forstliche Reviere bzw. Forstämter
zeitlich: 1998 bis 2005
Datenlücken:
nur z.T. Daten verfügbar
Datenhalter:
BY: Amt für Landwirtschaft und Forsten Bad Neustadt
HE: Forstämter
TH: Landesforstverwaltung
Datenquelle:
BY, HE: Verzeichnisse der Förderungen
TH: zentrale Datenbank VGB
räumlich: Forstliche Reviere bzw. Forstämter
zeitlich: ca. 1995 bis 2005
Datenlücken:
nur z.T. Daten verfügbar
Datenhalter:
PEFC Deutschland e.V.
FSC Arbeitsgruppe Deutschland e.V.
Datenquelle:
PEFC: StatZert-Datei
räumlich: Postleitzahlenbereiche
zeitlich: 2005
FSC: FSC-zertifizierte Waldfläche in Deutschland[vi]
räumlich: Zertifikathalter
zeitlich: Stand März 2005
Datenlücken:
keine differenzierten Aussagen für die Flächen des Biosphärenreservats möglich

Situation und Entwicklung

Waldbilanz und Ernte

Nachhaltige Nutzung im Wald: nicht mehr Holz entnehmen als nachwächst
bundesweit 39 % des Zuwachses der Wälder nicht genutzt
Zuwachs je nach Baumart zwischen 7 und 18 fm pro Hektar und Jahr
Holzeinschlag liegt unter den Nutzungsmöglich-
keiten.
Foto B4 07
Foto: Leonhard Steinacker (LWF)
So hatte beispielsweise im Trockenjahr 2003 die explosionsartige Massenvermehrung des Buchdruckers einen großen Einfluss auf den Fichteneinschlag. In der Folge der Schädlingskalamität fielen z. B. in den thüringischen Revieren 17.500 fm Befallsholz an. Im Borkenkäferjahr 2004 (Juni 2004 bis Mai 2005) hatte sich die Situation schon deutlich entspannt. Mit ca. 4.000 fm Befallholz lag die Schadholzmenge aber immer noch weit über derjenigen vorangegangener Borkenkäferjahre. Die Entspannung setzte sich auch im Jahr 2005 fort.

Holzverarbeitung

Nur ca. 20 % des im Biosphärenreservat geschlagenen Holzes werden auch dort verarbeitet.
deutlicher Rückgang der holzverarbeitenden Betriebe
Forstbetriebsgemein-
schaften:
Querverweis auf Kap. B4.1 Kap. B4.1

wirtschaftliche Bedeutung der Holzverarbeitung:
Querverweis auf Kap. Kap. B2 Kap. B2

Energieholz

Foto B4 08
Foto: Doris Pokorny©
Bedarf an Energieholz in Bayern durch regionales Angebot kaum mehr zu decken
 
regenerative Energieträger:
Querverweis auf Kap. B8 Kap. B8
Euphorie der Brennholznutzung in Hessen
Agrarhöfe Kaltensundheim:
Querverweis auf Kap. B3.2 Kap. B3.2
Brennholznutzung versus Totholzmehrung

Totholzvorräte:
 Querverweis auf Kap. B4.1 Kap. B4.1
 
Emission von Dioxin und Feinstaub:
Querverweis auf Kap. C2,1 Kap. C2.1
Querverweis auf Kap. C11.2 Kap. C11.2

Waldprodukte

Wirtschaftliche Bedeutung von Nicht-Holzprodukten marginal
Foto B4 09
Bärlauchblüte
Wirtschaftliche Bedeutung von Nicht-Holzprodukten marginal
Foto B4 10
Netzstieliger Hexenröhrling, ein besonders schmackhafter Speisepilz
Fotos: Thomas Ullrich (Hessen-Forst)

Fördermittel

keine flächenbezogene Förderung einer naturnahen Waldbewirtschaftung
Verteilung der Waldbesitzarten:
Querverweis auf Kap. B4.1, Tab. 20 Kap. B4.1, Tab. 20
 
Natura 2000-Gebiete:
Querverweis auf Kap. B12.1 Kap. B12.1
 
NALAP:
Querverweis auf Kap. B3.2 Kap. B3.2
 
Von spezifischen naturschutzfachlichen Förderungen im Wald profitieren nur wenige Flächen.
VNP:
Querverweis auf Kap. B3.2 Kap. B3.2

Zertifizierungen

Forstliche Zertifizierungen spielen im Biosphärenreservat eine nur untergeordnete Rolle für das Marketing und die Bewirtschaftungsweise.
derzeit kaum Anreize für weitere Zertifizierungen

Bewertung

Ziele des Biosphärenreservats decken sich mit Regelungen der Waldgesetze der Länder.
Mehr Nutzung ist erwünscht. Davon profitiert auch die Umwelt.
Stabilität der Wälder bei Klimaveränderungen:
Querverweis auf Kap. C10.2 Kap. C10.2

Aktivitäten und Handlungsbedarf

kaum Handlungsmöglichkeiten für die Förderung einer besonders naturnahen Waldbewirtschaftung im Biosphärenreservat
Steigerung der Holznutzung als Chance für die regionale Wirtschaft

Im Überblick

Nutzungspotenziale sind nicht ausgeschöpft, es kann mehr genutzt werden.
keine flächenbezogene Förderung einer naturgerechten Waldbewirtschaftung
kaum Anreiz zur Zertifizierung
[v] Grebe & Bauernschmitt 1995: a.a.O.
[vi] FSC - Forest Stewardship Council Arbeitsgruppe Deutschland e.V. 2005: FSC-zertifizierte Waldfläche in Deutschland.
http://www.fsc-deutschland.de/infocenter/docs/produkte/wald/ger-fm.pdf (Abruf: 23.09.2005)
[vii] Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft o.D.: Die zweite Bundeswaldinventur – BWI² –  das Wichtigste in Kürze.
[viii] TMLNU - Thüringer Ministeriums für Landwirtschaft, Naturschutz 2006: Änderung der Richtlinie des TMLNU „Förderung von Erstaufforstungen und Förderung von forstwirtschaftlichen Maßnahmen nach dem Gesetz über die Gemeinschaftsaufgabe ‚Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes’" vom 23.04.2003. ThürStAnz. Nr. 19/2003: 855-868.
[ix] FSC - Forest Stewardship Council Arbeitsgruppe Deutschland e.V. 2004: Deutscher FSC-Standard. Freiburg.
[x] DFZR – Deutscher Forst-Zertifizierungsrat 2006: PEFC in Deutschland. Systembeschreibung zur Zertifizierung einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung. http://www.pefc.de/system/system.htm (Abruf: 07.07.2006)
[xi] FSC 2004: a.a.O.

FSC - Forest Stewardship Council Arbeitsgruppe Deutschland e.V. & PEFC - PEFC Deutschland e.V. 2001: Gemein­same Synopsen der Zertifizierungssysteme von Forest Stewardship Council A.C. (FSC) und Pan-European Forrest Certification (PEFC).
[xii] Die Verfahren zur Systemstabilität müssen in der konkreten PEFC-Region sicherstellen, dass die Waldbesitzer und die interessierte Öffentlichkeit mit Informationen versorgt werden und wirksame Rückkopppelungsmechansmen vorhanden sind.
[xiii] DFZR 2006: a.a.O. FSC & PEFC 2001: a.a.O.
[xiv] Mitteilung von Hr. Granoszewski, PEFC Deutschland e.V., vom 7.Oktober 2005.
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