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B4.1 Waldfläche und Waldentwicklung

Hintergrund

In der Rhön sind im Unterschied zu anderen deutschen Mittelgebirgen die hochgelegenen Gipfel- und Plateauregionen häufig waldfrei.
Weiterer Umbau standortfremder nadelbaumreicher Wälder zu Mischbeständen mit Buche und Edellaubbäumen wird angestrebt.

Datenlage und Informationen

Datenhalter:
Statistische Landesämter
Datenquelle:
amtliche Flächenstatistik
räumlich: Gemeinde
zeitlich: 1992, 1996, 2000
Datenlücken:
Nicht berücksichtigt werden in den Gemeindestatistiken die gemeindefreien (Wald-)gebiete, was vor allem für Bayern relevant ist.
Datenhalter:
BFH
Datenquelle:
Bundeswaldinventur
räumlich: 203 Rasterpunkte
zeitlich: 1986-1988, 2001-2002
Datenlücken:
für Thüringen nur Daten aus der 2. Inventur
Datenhalter:
Forstämter
Datenquelle:
BY: Verbissinventuren,
TH: Forstschutzkontrollbuch
räumlich: Stichproben für forstliche Reviere,
zeitlich:
BY: 1991 bis 2006
TH: 1993 bis 2005
Datenlücken:
Daten für Hessen konnten nicht ausgewertet werden.
Datenhalter:
Forstämter
Datenquelle:
Interviews
räumlich: forstliche Reviere,
zeitlich: nicht systematisch
Datenlücken:
lückenhafte Aussagen

Situation und Entwicklung

Waldfläche

Verteilung von Wald und landwirtschaftlich genutzter Fläche:
Querverweis auf Kap. C7.1, Abb. 90 Kap. C7.1, Abb. 90
Waldfläche im Biosphärenreservat in den letzten 10 Jahren annähernd stabil ...
Forstliche Fördermittel für Erstaufforstungen:
Querverweis auf Kap. B4.2 Kap. B4.2
 
... Ausdehnung bewegte sich in einer Größenordnung von 0,1 bis 0,5 %.
Anträge zur Erstaufforstung sind rückläufig.
kaum Rodungen
Veränderung der landwirtschaftlich genutzten Fläche:
Querverweis auf Kap. B3.1, Tab. 7 Kap. B3.1, Tab. 7

Natürliche Waldgesellschaften und aktuelle Baumartenverteilung

Die Rhön ist natürlicherweise Buchenwaldgebiet ...
... aber die von Natur aus vorherrschenden Laubbäume wachsen heute nur noch auf 57 % der Waldfläche.
Klimaveränderungen und ihre Auswirkungen:
Querverweis auf Kap. C10.2 Kap. C10.2
In 42 % der Wälder dominieren gebietsfremde Nadelbäume.
   
Abb. 11: Mischwaldtypen
 
 
Abbildung 11 - Legende
Abb. 11: Mischwaldtypen
Die Buche ist mit einem Anteil von 29 % die häufigste Baumart, dennoch ist sie noch mit zu geringen Anteilen in den Wäldern vertreten.
 
Foto B4 02
Foto: Leonhard Steinacker (LWF)

Entwicklung der Baumartenverteilung und Waldumbau

Eibe
Foto B4 03
Foto: Foto: TLWJF
   
Foto B4 04
Foto: Thomas Ullrich (Hessen-Forst)

Baumalter und Totholz

sehr hoher Anteil alter Bäume über 140 Jahre
 
Foto B4 05
Foto: Jürgen Holzhausen, © bayerische Verwaltungsstelle des Biosphärenreservats
  
Totholzvorräte mit Ausnahme des Thüringer Teils nur durchschnittlich

Verbiss

Im Biosphärenreservat sind Rotwild, Rehwild und Schwarzwild heimisch.
Besorgniserregender Anstieg des Laubbaumverbisses im bayerischen Teil gefährdet Waldumbau.
kaum Veränderungen beim Verbiss im thüringischen Teil

Verhältnisse des Waldbesitzes

Leitbild einer naturnahen Forstwirtschaft:
  • Beteiligung die Baumarten der natürlichen Waldgesellschaft am Waldaufbau,
  • Anreicherung naturferner Bestände mit Baumarten der natürlichen Waldgesellschaft,
  • Förderung von Mischbaumarten,
  • Verjüngung vorrangig durch langfristige, kleinflächige Verfahren,
  • Anpassung der Schalenwildbestände an die Erfordernisse,
  • Erhaltung der forstgenetischen Ressourcen,
  • Erhaltung und Vermehrung der biologischen Vielfalt durch den Schutz von ökologisch besonders wertvollen Biotopen, die Förderung von Strukturreichtum und Phasenvielfalt, die Erhaltung von Biotopbäumen, die Mehrung von Totholz, die Gestaltung von Wald- und Bestandsrändern sowie die Sicherung und Entwicklung offener Flächen im Wald.

 
Umfang der Holznutzung im Biosphärenreservat:
Querverweis auf Kap. B4.2 Kap. B4.2
 

Bewertung

Waldfläche nimmt gemäß den Zielen des Biosphärenreservats nur in sehr geringem Umfang zu.
 
CIR-Luftbildauswertung:
Querverweis auf Kap. C7.1 Kap. C7.1
40 % der Bestände sind den Zielsetzungen des Biosphärenreservats entsprechend als sehr naturnah und naturnah einzustufen.
Foto B4 06
Foto: Leonhard Steinacker (LWF)
Bemühungen um den
Umbau gebietsfremder Nadelbaumbestände in Mischwälder zeigen Erfolge.

Aktivitäten und Handlungsbedarf

Fortsetzung des Waldumbaus

forstliche Fördermittel:
Querverweis auf Kap. B4.2 Kap. B4.2
Forstbetriebsgemein-
schaften fördern eine gewinnbringende Bewirtschaftung der Privatwälder.
Zusammenschuss der Privatwaldbesitzer im Biosphärenreservat weit vorangeschritten
Fördermittel für forstliche Zusammenschlüsse:
Querverweis auf Kap. B4.2 Kap. B4.2

Im Überblick

Waldfläche annähernd stabil
Ziele der Waldgesetze der Länder in Übereinstimmung mit den Zielen des Biosphärenreservats
Waldumbau verläuft erfolgreich. Bestände werden naturnäher und reicher an gebietsheimischen Laubbäumen.
[i] Grebe R. & Bauernschmitt G. 1995: Biosphärenreservat Rhön - Rahmenkonzept für Schutz, Pflege und Entwicklung. Radebeul.
[ii] Sambale J. 2004: Analyse der Landschaftsstrukturveränderung im Biosphärenreservat Rhön mittels Fernerkundung und GIS. Diplomarbeit an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, Chemisch-Geowissenschaftliche Fakultät, Institut für Geographie. Unveröffentlicht.
[iii] Interviews mit Forstbeamten der Rhöner Reviere und dem Amt für Landwirtschaft und Forsten Bad Neustadt
[iv] Bayer. Staatsministerium für Landwirtschaft und Forsten 2003: Forstliches Gutachten zum Situation der Waldverjüngung 2003.
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