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B3.2 Wirtschaftliche Optionen der Landwirtschaft

Hintergrund

Landwirte in der Rhön auf Fördermittel angewiesen

Datenlage und Informationen

Datenhalter:
BY: BayStMLF
HE: Landratsämter
TH: TLVwA
Datenquelle:
Förderanträge
räumlich: alle antragstellenden Betriebe
zeitlich: jährliche Daten
Datenlücken:
keine

Situation und Entwicklung

Fördermittel

EU Agrarreform - Förderung für alle Betriebe und Flächen ...

... vollständige Umsetzung bis 2013
Folgen für das Biosphärenreservat noch nicht im Einzelnen absehbar
Förderung einer flächendeckenden Landwirtschaft:
Ausgleichszulage für benachteiligte Gebiete

Biosphärenreservat Rhön vollständig innerhalb der Förderkulisse
1. Säule der Förderung einer umweltgerechten Landwirtschaft:
Kulturlandschafts-
programme der Länder
 
umfangreiche Inanspruchnahme im Biosphärenreservat
KULAP Bayern: Umstrukturierungen und finanzielle Kürzungen für die neue Förderperiode ab 2007
Förderungen für den Ökolandbau in Bayern:
Querverweis auf Kap. B3.2 Kap. B3.2
HEKUL Hessen: Antragstellung für Programmteil Grünlandextensivierung letztmalig 2006 – wird ersetzt durch HIAP
Förderungen für den Ökolandbau in Hessen:
Querverweis auf Kap. B3.2 Kap. B3.2
KULAP Thüringen: umfangreiche Inanspruchnahme und gute Perspektiven
2. Säule der Förderung einer umweltgerechten Landwirtschaft:
Vertragsnaturschutz
VNP (Bayern): 2005 wurden im bayerischen Teil des Biosphärenreservats rund 2.500 ha, d.h. ca. 12 % der landwirtschaftlich genutzten Fläche, gefördert.
VNP im Wald:
Querverweis auf Kap., B4.2 Kap. B4.2
HELP (Hessen): in 2003 4,1 % der landwirtschaftlichen Fläche im Vertragsnaturschutz-
programm gebunden

VNP im Wald:
Querverweis auf Kap., B4.2 Kap. B4.2
NALAP (Thüringen): Landwirtschaftliche Unternehmen sind inzwischen von der Förderung ausgeschlossen.

KULAP Thüringen:
Querverweis auf Kap. 3.2 s.o.
 
„Thüringer Rhönhutungen“:
Querverweis auf Kap. 3.2 s.u.

Staatliche Flächenbeihilfen - Gemeinschaftsweide Steinkopf in Hessen


Ökobetriebe und ökologisch bewirtschaftete Fläche

Ökolandbau im besonderen Interesse des Biosphären-
reservats
im bayerische Teil des Biosphärenreservats 2,5 % der Betriebe ökologisch bewirtschaftet
in Hessen durch attraktives Angebot des HEKUL-Programmteils Grünlandextensivierung nur vergleichsweise geringe
Übernahme der Verpflichtungen des Ökolandbaus
Anteil der Ökobetriebe in Gemeinden mit hohem Grünlandanteil am höchsten
im thüringischen Teil ebenfalls hoher Anteil der Grünlandfläche an der Öko-Fläche
Im hessischen Teil des Biosphärenreservats deutlich mehr Ökobetriebe als im Landesdurchschnitt,
im thüringischen Teil deutlich mehr ökologisch bewirtschaftete Fläche als im Landesdurchschnitt,
im bayerischen Teil Situation mit dem Landesdurchschnitt vergleichbar

Landschaftspflege-Agrarhöfe Kaltensundheim

Foto B3 02
 
Aus zwei LPG werden die Landschaftspfege-
Agrarhöfe Kaltensundheim.
Beispiel für eine gutes Zusammenspiel von landwirtschaftlicher Produktion, Vermarktung und Entwicklung des ländlichen Raumes

Bewertung

Starke Inanspruchnahme der Kulturlandschaftspro-
gramme ist positiv, birgt aber auch Risiken, wenn Zukunft dieser Programme nicht gesichert ist.

Gefährdung schützenswerter Vegetationsbestände bei Kürzung der Agrarumwelt-
programme:
Querverweis auf Kap. C8.2.1 Kap. C8.2.1
hoher Anteil an Ökobetrieben insbesondere im hessischen und thüringischen Teil des Biosphärenreservats
Günstige Voraussetzungen für ökologische Bewirtschaftung werden genutzt.

Aktivitäten und Handlungsbedarf

Zusammenarbeit von Landwirten und Ausweitung der Regionalvermarktung ökologisch erzeugter Lebensmittel sind wichtige Hebel, um den Ökolandbau im Biosphärenreservat zu halten bzw. auszuweiten.
erfolgreiche Projekte regionaler Vermarktung:
„Rhöner Biosphärenrind“ und „Rhönhöfe“
 
„Rhönhöfe“
Querverweis auf Kap. B3.2 s.o.
Dachmarke Rhön:
Querverweis auf Kap. B5.2, Tab. 26 Kap. B5.2, Tab. 26
Projekt „Grünlandschutz und Landschaftsentwicklung durch großflächige Beweidung im Biosphärenreservat Rhön“:
Querverweis auf Kap. C7.1 Kap. C7.1

Thüringer Rhönhutungen

Foto B3 03
Foto: Kallenbach,
© bayerische Verwaltungsstelle

Im Überblick

Förderung einer umweltverträglichen Landwirtschaft durch Kulturlandschafts-
programme und Vertragsnaturschutz-
programme der Länder
 
in Hessen und Bayern Agrarumweltprogramme für die neue Förderperiode gekürzt, in Thüringen günstige Perspektiven
Förderung der Aufrechterhaltung einer flächenhaften landwirtschaftlichen Nutzung durch Agrarreform und Ausgleichsregelung
Auswirkungen der Agrarreform für das Biosphärenreservat heute noch nicht abschätzbar
gesamtes Biosphärenreservat derzeit noch in der Förderkulisse der Ausgleichsregelung für benachteiligte Gebiete
starker Ökolandbau
[ii] Sonderauswertung des TLS, 2006
[iii] ZMP (Zentralen Markt- und Preisberichtstelle für Erzeugnisse der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft): http://www.zmp.de/oekomarkt/strukturdaten.asp (Abruf: 25.11.2006)
[iv] Landschaftspflege-Agrarhöfe Kaltensundheim/Rhön GmbH & Co. KG
[v] Schönthaler K., Marzelli S., von Andrian-Werburg S., Schwarz C., Stalze C. 2005: Die Veränderungen im deutschen Alpenraum dokumentieren – Beiträge zu einem Zustandsbericht für das deutsche Alpenkonventionsgebiet. Erarbeitet im Rahmen des UBA F+E-Vorhabens 203 13 225 „Erarbeitung eines Umweltqualitätszielberichts für das Gebiet der Alpenkonvention auf ökosystemarer Grundlage und gemäß den Erfordernissen der Konvention. Unveröffentlicht.
[vi] Kuhlmann A. 2003: Regionalvermarktung in den deutschen Biosphärenreservaten. F+E-Vorhaben Bundesamt für Naturschutz. Unveröffentlicht. Institut für ländliche Strukturforschung, Frankfurt.
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