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B3.1 Landwirtschaftliche Nutzung und Betriebe

Hintergrund

Landwirtschaft ist Gestalter der Kulturlandschaft der Rhön.
 
Extensive Wirtschaftsweisen und naturschutzorientierte Bewirtschaftung sind entscheidend für Aufrechterhaltung der flächendeckenden Landnutzung.

Datenlage und Informationen

Datenhalter:
Statistische Landesämter
Datenquelle:
Totalerhebungen auf Gemeindeebene nach dem Agrarstatistikgesetz, Erhebungsbereiche: Struktur der Betriebe, Bodennutzung, Viehhaltung
zeitlich: überwiegend alle 4 Jahre
räumlich: landesweit, Gemeindeebene
Datenlücken:
keine

Situation und Entwicklung

Arbeitskräfte in der Landwirtschaft

sozialversicherungs-pflichtig Beschäftigte in der Land- und Forstwirtschaft:
Querverweis auf Kap. B2, Abb. 7 Kap. B2, Abb. 7
Bedeutung der landwirtschaftlichen Erwerbstätigkeit ist in der Rhön nach wie vor hoch.
Schwierige Bedingungen auf dem außerlandwirtschaftlichen Arbeitsmarkt stärken die Bedeutung der Landwirtschaft als Erwerbszweig.

Entwicklung der Betriebe und der landwirtschaftlichen Nutzfläche

Landwirtschaftlicher Strukturwandel vollzieht sich auch im Biosphärenreservat: zwischen 1999 und 2003 wurden 14,5 % der Betriebe aufgegeben.
 
Anzahl der Betriebe ging zwar zurück, aber landwirtschaftliche Fläche wurde annähernd erhalten.
Entwicklungen im landwirtschaftlichen Sektor im Biosphären-
reservat sind denen außerhalb sehr ähnlich.
landwirtschaftliche Betriebe mit unterschiedlichen Rechtsformen
 
Nebenerwerbsbetriebe dominieren im bayerischen und hessischen Teil des Biosphärenreservats zahlenmäßig noch deutlich, aber ihr (Flächen-) Anteil sinkt.

im thüringischen Teil zahlreiche Neben-
erwerbsbetriebe, die aber nur knapp 6 % der Fläche bewirtschaften.
Arbeitsmarktentwicklung im Biosphärenreservat:
Querverweis auf Kap. B2, Abb. 6 Kap. B2, Abb. 6
 
zunehmende Bedeutung der hauptberuflichen Landbewirtschaftung im bayerischen und hessischen Teil des Biosphärenreservats
Betriebe werden größer.
Größenzunahme der landwirtschaftlichen Betriebe im thüringischen Teil des Biosphärenreservat stärker als im Landesdurchschnitt
 
Tab. 11: Durchschnittliche Betriebsgrößen im thüringischen Teil des Biosphärenreservats
 

„Einzelunternehmen”

„Personengesellschaft“

„Juristische Person“

Haupterwerb

Nebenerwerb

in ha LF

Verän­
derung
in %

in ha LF

Verän­
derung
in %

in ha LF

Verän­
derung
in %

in ha LF

Verän­
derung
in %

1999

2003

1999

2003

1999

2003

1999

2003

BR – thüringischer Teil

55,2

65,9

+ 19,4

8,9

9,0

+ 1,1

375,5

385,0

+ 2,5

1.100,9

1.201,6

+ 9,1

Land Thüringen

87,0

93,2

+ 7,1

11,0

9,9

- 10,0

361,1

349,7

- 3,2

   947,5

   880,6

- 7,1

LF = Landwirtschaftlich genutzte Fläche

Rinderbestand und Milchquoten

In den bayerischen Gemeinden des Biosphärenreservats zeichnete sich in den letzten sechs Jahren im Durchschnitt ein positiver Milchquoten-
saldo ab.
in der hessischen Rhön Milchquote gestiegen, zurzeit noch große Zahl von Lieferanten mit geringem Kontingent
In der thüringischen Rhön kann das Milchkontingent ausgeweitet werden.

Bewertung

EU-Agrarreform wird bereits eingeleitete Trends der betrieblichen Konzentration weiter stärken.
Überblick über Förderprogramme:
Querverweis auf Kap. B3.2 Kap. B3.2
Offenhaltung der Grünlandflächen in der Rhön vermutlich auch mittelfristig gesichert
 
Landschaftsstruktur:
Querverweis auf Kap. C7.1 Kap. C7.1
 
landwirtschaftliche Gebäude in den Altorten:
Querverweis auf Kap. B.6 Kap. B.6
Landwirtschaftlicher Arbeitsmarkt spielt nach wie vor eine wichtige Rolle.

Aktivitäten und Handlungsbedarf

Im Überblick

landwirtschaftlicher Sektor im Biosphärenreservat insgesamt stabil, aber deutliche strukturelle Veränderungen
 
Landschaftsstruktur:
Querverweis auf Kap. C7.1 Kap. C7.1
Landwirtschaft bleibt wichtige Säule der regionalen Wirtschaft.
Biosphärenreservat braucht neue Strategien, um auf die veränderten Herausforderungen des landwirtschaftlichen Strukturwandels reagieren zu können.
 
„Grünlandschutz und Landschaftsentwicklung durch großflächige Beweidung im Biosphärenreservat Rhön“.
Querverweis auf Kap. C7.1 Kap. C7.1
 
„Thüringer Rhönhutungen“.
Querverweis auf Kap. B3.2 Kap. B3.2
[i] Grebe R. & Bauernschmitt G. 1995: Biosphärenreservat Rhön - Rahmenkonzept für Schutz, Pflege und Entwicklung. Radebeul.
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