Methodik und Aufbau der Bände

Der Aufbau und die Methodik der Kulturlandschaftsinventarisierung in der Projektreihe stützen sich auf eine von Thomas Gunzelmann, Achim Röhrer und Thomas Büttner entwickelte Vorgehensweise. In allen bisher bearbeiteten Gemeinden wurde nach der Methode vorgegangen, die Bände sind nach dem gleichen Schema aufgebaut.

Zunächst werden die Naturvorgabe (Geologie, Klima, Böden, Gewässernetz) und ein Überblick über die Nutzungsgeschichte erarbeitet. Die Landnutzung um das Jahr 1850 wird mit der heutigen verglichen, wobei die historische Dorf- und Flurstruktur, historische Flächennutzungen und das historische Verkehrsnetz analysiert werden. Darauf folgt die Erfassung, Beschreibung und Bewertung von historischen Kulturlandschaftselementen.

In einer Gesamtschau wird erklärt, wie die Landschaftsbausteine untereinander vernetzt sind und welche Zusammenhänge zwischen natürlichen Vorgaben und prägenden Kulturfaktoren bestehen. 

Abschließend werden Ziel- und Maßnahmenvorschläge für zukünftige Dorfentwicklungsprojekte und die Bauleitplanung abgeleitet. Die Autoren weisen hier unter anderem auf sehr wertvolle Landschaftsbereiche und historische Kulturlandschaftselemente hin.

Die Ergebnisse werden in einer Datenbank, auf verschiedenen Karten und Fotos sowie in einem Bericht festgehalten.  

Für die Kulturlandschaftsanalyse wird sowohl in orts- und regionalkundlicher Literatur, im  Internet und in Archiven recherchiert als auch der Bestand bei Geländebegehungen aufgenommen. Ergänzend wird in jedem Ort ein „Rat der Weisen“ berufen, welcher sich aus ortskundigen Bürger-/innen zusammensetzt, die oft Geschichten und Informationen überliefern können, die bisher nicht schriftlich festgehalten wurden.

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Grundriss des Dorfes Waldberg 1790 (Quelle: Jäger 1958, aus Band 2 der Projektreihe)

Der "Rat der Weisen" der Marktgemeinde Burkardroth (Foto: J. Kellermann)

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